Jo­han­nes Znotins

Jo­han­nes Znotins

„Süh­ne­kreu­ze dür­fen nicht in Ver­ges­sen­heit ge­ra­ten.“

Im Ge­spräch mit Jo­han­nes Znotins. Pro­jekt­ma­na­ger in Al­ters­teil­zeit.

Er­fas­sungs­ge­biet: Land­krei­se Nürn­ber­ger Land, Roth, Neu­markt, Er­lan­gen-Höchstadt und Stadt Nürn­berg so­wie Fürth.

Wie sind Sie auf das Pro­jekt „Kul­tur­land­schafts­fo­rum Bay­ern“ auf­merk­sam ge­wor­den und was mo­ti­viert Sie, sich an der Er­fas­sung zu be­tei­li­gen?

In­for­ma­ti­on zum Pro­jekt er­hielt ich über den „Ar­beits­kreis Chro­nik Feucht“ (AKC), in dem ich eh­ren­amt­li­cher Mit­ar­bei­ter bin. Au­ßer­dem über eine Zei­tungs­no­tiz in der lo­ka­len Pres­se.

Mei­ne Mo­ti­va­ti­on ist vor al­lem Wis­sen zu be­wah­ren und auch mein ei­ge­nes Wis­sen wei­ter aus­zu­bau­en und über Re­cher­chen zu er­wei­tern.

Gibt es ein The­ma oder Lieb­lings-Ele­ment, das Sie be­son­ders reizt? Wenn ja, wel­ches und war­um?

Am meis­ten in­ter­es­sie­ren mich Süh­ne­kreu­ze und die „Un­ter­welt“. Der be­son­de­re Reiz an Süh­ne­kreu­zen ist, dass sie meist mit ei­ner Ge­schich­te und Sa­gen ver­bun­den sind. Sol­che Ob­jek­te dür­fen nicht in Ver­ges­sen­heit ge­ra­ten und es gibt lei­der nur we­ni­ge, die sich um die­se Klein­denk­mä­ler küm­mern.

Die Un­ter­welt fas­zi­niert mich seit mei­ner Kind­heit. Da ich nahe der Nürn­ber­ger Burg auf­ge­wach­sen bin, sprang das Vi­rus der Un­ter­welt der al­ten Kel­ler schnell über. Da­nach folg­ten Höh­len­for­schung und nun his­to­ri­sche Kel­ler­an­la­gen. Da­her bin ich auch Mit­glied des „För­der­ver­eins Nürn­ber­ger Fel­sen­gän­ge“.

Wel­che Vor­kennt­nis­se zum The­ma „His­to­ri­sche Kul­tur­land­schaft“ hat­ten Sie?

Den „ge­wis­sen Blick“, Auf­fäl­lig­kei­ten im Ge­län­de zu er­ken­nen, hat­te ich schon vor­her. Durch mei­ne Mit­ar­beit beim AKC und www​.sueh​ne​kreuz​.de wuss­te ich zu vie­len The­men schon ei­ni­ges und hat­te viel Er­fah­rung bei der Re­cher­che. Seit 2005 bin ich auch Au­tor bei Wi­ki­pe­dia, von 2008 bis 2017 war ich ak­ti­ver „Map­per“ bei Open­Street­Map.

Ha­ben Sie im Zuge der Kul­tur­land­schafts­er­fas­sung Neu­es hin­zu­ge­lernt? Was hat Ih­nen bei der Er­fas­sung der Ele­men­te be­son­ders Spaß ge­macht?

Mein Wis­sen zu er­wei­tern, zu do­ku­men­tie­ren und der Nach­welt zu er­hal­ten. Die Re­cher­che und Out­door-Ar­beit ha­ben auch viel Spaß ge­macht. Toll fand ich es auch neue see­len­ver­wand­te Leu­te ken­nen­ge­lernt zu ha­ben und dass ich mein Netz­werk mit Leu­ten und öf­fent­li­chen Stel­len und Be­hör­den er­wei­tern konn­te.

Wel­che In­ter­es­sen oder Fä­hig­kei­ten soll­te man mit­brin­gen, wenn man sich an der Er­fas­sung be­tei­li­gen möch­te?

Man soll­te ei­nen Be­zug zu his­to­ri­schen Or­ten und de­ren Ge­schich­te ha­ben so­wie Spaß an „ech­ter“ Re­cher­che ohne per­sön­li­che Über­trei­bun­gen. Au­ßer­dem soll­te man über et­was Na­vi­ga­ti­ons­ge­schick ver­fü­gen und Grund­kennt­nis­se in der Sach­fo­to­gra­fie. Wich­tig ist auch Spaß am Schrei­ben zu ha­ben und Kri­tik als Chan­ce ver­ste­hen zu kön­nen.

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