Isa­bel Lau­ten­schla­ger

Isa­bel Lau­ten­schla­ger

Im Ge­spräch mit Isa­bel Lau­ten­schla­ger, Orts­hei­mat­pfle­ge­rin der Ge­mein­de Ens­dorf und ehem. Ge­schäfts­füh­re­rin des Na­tur­parks Hirsch­wald

Er­fas­sungs­ge­biet: 92266 Ens­dorf

Wie sind Sie auf das Pro­jekt „Kul­tur­land­schafts­fo­rum Bay­ern“ auf­merk­sam ge­wor­den und was mo­ti­viert Sie, sich an der Er­fas­sung zu be­tei­li­gen?

Der Na­tur­park Hirsch­wald pflegt gute Kon­tak­te zur LAG Am­berg-Sulz­bach. So wur­de ich früh­zei­tig über das Vor­gän­ger­pro­jekt des Kul­tur­land­schafts­fo­rums in­for­miert und konn­te von An­fang an da­bei sein. Mei­ne Mo­ti­va­ti­on ist mein gro­ßes In­ter­es­se an der Ge­schich­te mei­ner Hei­mat und die oft fas­zi­nie­ren­den Fra­gen, war­um eine Land­schaft ge­nau so aus­sieht.

Au­ßer­dem kann man nur schüt­zen, was be­kannt ist. Des­halb sehe ich die­ses Pro­jekt auch als eine Grund­la­ge für wei­te­re Über­le­gun­gen zum Schutz die­ser Ele­men­te.

Gibt es ein The­ma oder Lieb­lings-Ele­ment, das Sie be­son­ders reizt? Wenn ja, wel­ches und war­um?

Mich rei­zen be­son­ders Ele­men­te, die sich im Re­li­ef der Land­schaft nie­der­ge­schla­gen ha­ben, wie Hohl­we­ge, Rai­ne, Mau­ern und Wege. Sie zei­gen, wie und wo sich Men­schen frü­her in der Land­schaft be­wegt ha­ben. War­um ha­ben un­se­re Vor­fah­ren die­se oder jene Ver­bin­dung ge­wählt, die heu­te viel­leicht sinn­los oder über­flüs­sig er­scheint?

Was mich auch im­mer schon be­wegt hat, ist, wie frü­he­re Ge­ne­ra­tio­nen mit der Was­ser­ar­mut im Jura zu­recht­ge­kom­men sind. Des­we­gen fin­de ich die „Hül­len“ so in­ter­es­sant, die heu­te ge­ra­de noch von na­tur­schutz­fach­li­chem In­ter­es­se sind und nicht wie frü­her als über­le­bens­wich­tig ge­se­hen wer­den. Des­halb sind sie ja oft auch sehr in ih­rem Be­stand ge­fähr­det.

Wel­che Vor­kennt­nis­se zum The­ma „His­to­ri­sche Kul­tur­land­schaft“ hat­ten Sie?

Gute Kennt­nis­se des Ge­mein­de­ge­biets, Kennt­nis­se über Hei­mat­ge­schich­te, Geo­lo­gie, Na­tur und Land­wirt­schaft.

Ha­ben Sie im Zuge der Kul­tur­land­schafts­er­fas­sung Neu­es hin­zu­ge­lernt? Was hat Ih­nen bei der Er­fas­sung der Ele­men­te be­son­ders Spaß ge­macht?

Die In­ten­si­ve Be­schäf­ti­gung mit dem Bay­ern­At­las und die Ar­beit mit der Da­ten­bank. Die Re­cher­che in der to­po­gra­fi­schen Kar­te, der Ab­gleich mit dem Bay­ern­At­las und den tat­säch­li­chen Ge­ge­ben­hei­ten im Ge­län­de: das war oft span­nend.

Wel­che In­ter­es­sen oder Fä­hig­kei­ten soll­te man mit­brin­gen, wenn man sich an der Er­fas­sung be­tei­li­gen möch­te?

  • Die Land­schaft SEHEN und Zu­sam­men­hän­ge er­ken­nen kön­nen
  • Ein Netz­werk an Zeit­zeu­gen und Ge­währs­leu­ten ist hilf­reich
  • In­ter­es­se an Li­te­ra­tur­re­cher­che (z. B. Pro­vin­zi­al­bi­blio­thek Am­berg)
  • Gute Kennt­nis­se des Er­fas­sungs­ge­biets
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